MOS - Model Output Statistics
Wettervorhersagesysteme unterscheiden sich im Wesentlichen in numerische Systeme, die die volle Dynamik der Atmosphäre unter Berücksichtigung von physikalischen Gesetzen (partiellen Differentialgleichungen) berechnen und in Systeme, die auf Basis statistischer Verfahren eine Vorhersage ermitteln.
Numerische Vorhersagemodelle stoßen aufgrund der Rechnerressourcen bei der Auflösung lokaler Wettererscheinungen schnell an ihre Grenzen. Mit Hilfe statistischer MOS-Verfahren ist es möglich, beispielsweise die Temperatur in kleinen Muldenlagen, lokale Windsysteme, Niederschlagsereignisse durch Staulagen oder die Sonnenscheindauer in Hanglagen wesentlich präziser vorherzusagen.
Meteomedia hat deshalb ein eigenes MOS-System entwickelt, das sogenannte Punkt-Vorhersagen erlaubt. Dazu wird der statistische Zusammenhang zwischen dem Output eines "grobmaschigen" Wettervorhersage-Modells und den Daten einer Wetterstation ermittelt. Dies ermöglicht präzise Vorhersagen für die Stationen, deren Beobachtungsdaten vorliegen. Diese Vorhersagen werden mehrmals täglich für ca. 12 000 Stationen weltweit berechnet. Damit ist Meteomedia in der Lage, für jeden Ort eine Vorhersage für mehr als 10 Tage in einstündiger Auflösung zur Verfügung zu stellen.
Das Besondere ist ein Expertensystem, das die Ergebnisse unterschiedlicher Vorhersagesysteme analysiert und anhand aktueller Stationswerte eine optimale Vorhersage bestimmt.
Fachliteratur
- N. Dorband, M. J. Fengler, A. Gumann, S. Laps:
Modern Techniques for Numerical Weather Prediction - A Picture Drawn from Kyrill.
Handbook of Geomathematics, Springer 2010 (accepted)


